eNews Ausgabe Nr.6 2. März 2001
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Hallo Herr Mustermann,

die eMail-Adresse eines potentiellen Kunden herauszufinden ist einfach - verglichen mit dem Aufwand, sein Einverständnis zu bekommen ihm eMailings zu schicken. Also...

Wie kommt man zu einer opt-in list?

Der Option-in list oder Abonnenten-liste liegt der klassische "Deal" des Permission Marketing zu Grunde: "Ich gebe dir, Versender, aktiv die Erlaubnis mir Informationen zu schicken, dafür müssen die Informationen aber auch für mich, Empfänger, attraktiv sein". Die Betonung liegt auf "aktiv". Aber wie wird der potentielle eMail-Empfänger auf die Möglichkeit eines z.B eNewsletters aufmerksam? Die naheliegende Möglichkeit, jemandem ein eMail mit dem Angebot eines eNewsletters zu schicken und auf die Abonnierung zu hoffen, ist geschummelt und gilt in den Augen professioneller eMarketer als soft-spaming. (Lesen Sie dazu den dritten Beitrag in dieser eNEWS-Ausgabe.) Man kommt nicht darum herum: Erst der Fleiß, dann der Preis. Und das bedeutet, man braucht klassische Kommunikationskanäle, um eine eMarketing opt-in list zu erstellen. - Da allerdings ist praktisch alles erlaubt: Außendiestlerbesuch beim Kunden, Angebot in einer Anzeige, Gespräch auf dem Messestand, klassisches Papier-Direct Mailing, ein Angebot in Form eines verlinkten PS in einem normalen Korrespondenz-eMail, Gewinnspiel-Karte oder auch als Teil einer Marktforschungsuntersuchung. Selbst ein Telefongespräch sollte man als legitim ansehen. Die meisten subscriber werden allerdings immer noch über die Website gewonnen. - Und wer mit seiner opt-in list langfristig Erfolg haben will, sollte seine subscriber nicht nur pflegen, sondern sie auch auf faire Weise gewinnen.

Zur Bekanntheit von IT-Begriffen in der Bevölkerung (in %)
 
  Bekanntheit
gesamt
Kenn ich
genau
Kenn ich
ungefähr
Kenn ich
gar nicht

Handy

97,6

71,9

25,7

2,4

PC, Personal Computer

93,1

55,3

37,8

6,9

Internet

88,9

43,7

45,2

11,1

Computer-, Videospiele

87,7

48,6

39,1

12,3

ISDN-Anschluß

83,4

44,1

39,4

16,6

CD-Rom

83,2

51,1

32,0

16,8

eMail

83,2

47,5

35,7

16,8

Teleshopping

81,8

35,5

46,3

18,2

Homebanking

76,3

34,2

42,1

23,7

Online-Dienste

74,9

32,6

42,3

25,1

Scanner

74,4

44,4

30,0

25,6

Modem

67,6

35,4

32,2

32,4

Decoder

66,1

30,5

35,6

33,9

ShowView

65,4

35,1

30,3

34,6

Homepage

65,2

33,3

31,9

34,8

Pay-TV

64,8

28,9

36,0

35,2

World Wide Web

62,5

31,5

31,0

37,5

Call by Call

55,3

25,6

29,7

44,7

Chat, chatten

51,8

27,2

24,6

48,2

DVD

43,8

19,4

24,4

56,2

Interaktives Fersehen

41,5

11,2

30,3

58,5

Virtual Reality

36,2

13,9

22,3

63,8

Browser

35,2

17,1

18,2

64,8

E-Commerce

24,3

9,0

15,4

75,7

MP3

24,0

11,3

12,7

76,0

Video-on-demand

21,8

6,5

15,4

78,2

Bekanntheitsgrad ausgewählter Schlüsselbegriffe aus Neuen Medien und Informationstechnologie in der 14- bis 64-jährigen Bevölkerung in Deutschland
Quelle: ACTA 2000


Zur aktuellen Gesetzeslage beim unaufgeforderten eMail-Versand (Spam).
Das EU-Parlament hat in seiner Fassung vom 29. Febr. 2000 eine vorläufig noch recht liberale Regelung beschlossen. So ist das unaufgeforderte Versenden von Massen-eMails/Werbung nur dann untersagt, wenn der einzelne Empfänger sich auf einer, der Robinson-Liste vergleichbaren Datenbank eingetragen hat. Diese Regelung soll nach drei Jahren Erfahrung überprüft werden, wobei es den Mitgliedsstaaten freigestellt ist, ob und wie stark sie spam untersagen. Nach den Erfahrungen in den USA und der prognostizierten Zunahme von eMails wird diese Prüfung sicherlich recht kritisch ausfallen müssen. Und wie ist das unaufgeforderte Versenden von Massen-eMails in Deutschland geregelt?  Einige Gerichte sehen es mit Einschränkungen durchaus als zulässig an, andere Gerichte gehen von einer grundsätzlichen Unzulässigkeit aus, es sei denn, der Empfänger hat vorher zugestimmt oder es besteht zwischen Absender und Empfänger eine Vertragsbeziehung, aus der sich ein mutmaßliches Einverständnis schließen läßt. Als richtungsweisend gilt das Urteil des Landgerichts Berlin, das in seinem Beschluß vom 13. Oktober 1998 das Versenden von Werbe-eMails untersagt. Lesen Sie den vollständigen Beschlußtext hier. -
Für professionelle eMarketer sind alle Maßnahmen gegen spam zu begrüßen, denn spam ist weder in ihrem noch im Interesse ihrer Auftraggeber, der kommunizierenden Industrie. Unternehmen, die eMarketing als strategisches Marken-Instrument einsetzen, sind ohnehin gut beraten, die Regeln des Permission Marketings zu beherzigen.
Übrigens: Wegen der teilweise noch recht rauhen Sitten im eMarketing nimmt die Zahl der Spam-eMails zur Zeit eher noch zu als ab. Gründe dafür sind fallende Bannerpreise und Web Sites, die nach weiteren Werbemöglichkeiten suchen. Sowohl die professionellen eMarketer als auch die web-Industrie wollen dagegensteuern. Das weltgrößte Internet-Auktionshaus ebay beispielsweise will seine Kunden jetzt besser vor Spam-eMails schützen. Und zwar indem die eMail-Adressen der ebay-user nicht mehr direkt angezeigt werden. Zahlreiche Kunden hatten sich über unerwünschte Werbe-eMails beschwert.



ÜBRIGENS: frühere Ausgaben von eNEWS mit einer Themenübersicht finden Sie im eNEWS-Archiv.
In der nächsten Ausgabe von eNews:

Was ist bei der Gestaltung von HTML-eNewslettern zu beachten?
Nehmen wir an, es wäre das Jahr 2004. Eine Spekulation zur Entwicklung der Massenkommunikation im eMarketing.
 
In eigener Sache:

Schreiben Sie uns wie Sie eNEWS finden. Und auch wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, freuen wir uns auf ein eMail
Das sollten Sie wissen:

Die Meyer-Arndt Werbeagentur bietet customized eMail-Marketing im Full Service. Dieses Angebot geht über das Versenden von Massen-eMails und die online-Verwaltung der Datenbank gestützten opt-in-Listen hinaus. Wir konzipieren cluster-optimierte eMailings zu einem effizienten und wirksamen Tool im Marketing-Mix. Dabei realisieren wir eMailings so, daß sie sich auch im zunehmenden eNewsletter-Wettbewerb durch ihre maßgeschneiderte Attraktivität bei der Zielgruppe im Sinne des Permission Marketing durchsetzen.



 

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