eNews Ausgabe Nr.7 16. März 2001
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Hallo Herr Mustermann,
hier kommt sie, die erste eFRIEND Ausgabe - ehemals eNEWS. Der Grund für den neuen Namen ist die Umfirmierung der Meyer-Arndt Werbeagentur in FRIENDS OF BRANDS ADVERTISING und die Gründung der Unit FRIENDS OF BRANDS INTERACTIVE. Diese Schwester-Unit ist spezialisiert auf customized eMail-Marketing. - Soviel zur neuen Struktur - und jetzt wieder zum Thema - unser erster Beitrag heute:

Ist das Opt-out System schon spam?

Zur Erinnerung: Opt-out bedeutet im wesentlichen, daß jemand z.B. einen eMail-Newsletter bekommt und dann die Möglichkeit ( Option ) hat, sich per eMail-Antwort vom Verteiler abzumelden. Die Opt-in Methode bedeutet, daß jemand von sich aus aktiv wird und sich z.B. bei einem eMail-Newsletter auf den Verteiler setzt.
Der viel diskutierte und entscheidende Punkt ist der Umstand, daß bei der Opt-out Methode der Empfänger "gezwungen" wird, aktiv zu werden, wenn er ein bestimmtes Angebot NICHT wahrnehmen möchte. Das ist zwar technisch unkompliziert und wenig zeitraubend, aber eben doch eine Stilfrage. Es ist prinzipiell zu vergleichen mit der Direkt Mail Methode, bei der man Empfängern unaufgefordert z.B. einen Bildband schickt mit der Aufforderung, ihn zurückzuschicken, falls man den Bildband nicht behalten ( und bezahlen ) möchte.
Diese Direct Mail Methode ist zwar ungleich lästiger und teurer aber im Prinzip identisch mit der Opt-out Methode im eMarketing. In den USA vollzieht sich übrigens gerade ein Wandel. Und es ist abzusehen, daß die Opt-out Methode auch im Land der unbegrenzten eMail-Möglichkeiten nicht mehr lange ungeahndet bleiben wird ( siehe auch Kasten rechte Seite ). In Deutschland ist die Opt-out Methode jetzt schon per Gesetz untersagt. Letztlich entscheidend für den Erfolg ist die Gefühls-Reaktion der eMail-Emfänger. Bedenken wir, daß es beim Permission Marketing meistens um die Pflege von wertvollen Kunden-Beziehungen geht. Wir empfehlen deshalb - unabhängig davon, was die Rechtsprechung sagt - die Opt-in Methode. Für uns ist die Opt-out Methode spam. Denn es reicht schon, wenn manche eMail-Empfänger es als spam empfinden.


Gelten diese "Probleme im Internet" auch bei eMailings?

Was eNewsletter-Konzeptioner deshalb von des Menschen Reaktion auf Websites lernen können: Die Menschen sind, wenn es um das Internet geht, besonders ungeduldig und informationshungrig. Außerdem schätzen sie alle eine geordnete, übersichtliche Gestaltung.


Warum man im Internet an den Markenmechanismen nicht vorbeikommt.

Das menschliche Gehirn hat eine besondere Qualität: Vergeßlichkeit. Dieser selbstreinigende, automatische Sortierprozess unserer biologischen Festplatte hilft uns, Wichtiges zu bewahren und weniger Wichtiges nicht störend werden zu lassen. Nun gibt es Umstände die helfen, damit etwas im Langzeitgedächtnis gespeichert wird. Hilfreich ist z.B., Informationen zu wiederholen, oder prägnant zu gestalten, oder etwas mit einem Gefühl in Verbindung zu bringen. Diese Lernhilfen funktionieren bei allen Menschen und allen Medien gleich schnell oder langsam. Von der Schnelligkeit des Mediums Internet sollte man aber nicht auf die Schnelligkeit des Lernens von Marken-Botschaften schließen.
Marken im Internet müssen den Markenmechanismen folgen. Und es gibt erfolgreiche Beispiele, siehe Yahoo und ebay. Hohe Bekanntheit, prägnante Markenfigur - und bei beiden genannten Beispielen zumindest anfänglich ein eigenständiges Marktangebot. Etablierte Marken starten leichter im Internet. Man hat Vertrauen zu ihnen, weil man weiß, wofür sie stehen, weil man sie kennt. Vergleiche dazu die unterschiedliche Strategie von My World von KarstadtQuelle und Otto von Otto. Die Methode "neue Medien gleich neuer Auftritt" ist also sehr fragwürdig. Deshalb sollten sich etablierte Anbieter im Internet/eMail-Marketing besonders diszipliniert an ihre erprobten Markenprofile halten. Einen Markenauftritt visuell so zu konzipieren, daß er in allen Medien konsistent wirkt ist - ganz nebenbei - die Aufgabe der Agentur FRIENDS OF BRANDS.

In der nächsten Ausgabe von eFRIEND:
Für Marketingleiter: Zur Projekt-Planung eines eNewsletters.
Gratis-Zeitungen. Permission Marketing nicht nur im Internet?
ZU IHRER INFORMATION: Frühere Ausgaben dieses eNewsletters mit einer Themenübersicht finden Sie im eNEWS-Archiv.
In eigener Sache:

Schreiben Sie uns wie Sie eFRIEND finden. Auch wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, freuen wir uns auf ein eMail
Das sollten Sie wissen:

FRIENDS OF BRANDS bietet customized eMail-Marketing im Full Service. Dieses Angebot geht über das Versenden von Massen-eMails und die online-Verwaltung der Datenbank gestützten opt-in-Listen hinaus. Wir konzipieren cluster-optimierte eMailings zu einem effizienten und wirksamen Tool im Marketing-Mix. Dabei realisieren wir eMailings so, daß sie sich auch im zunehmenden eNewsletter-Wettbewerb durch ihre maßgeschneiderte Attraktivität bei der Zielgruppe im Sinne des Permission Marketing durchsetzen.


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