Hallo,

seit November 2000, als dieser eNewsletter zum ersten Mal erschien, hat sich im eMail-Marketing einiges verändert. Grund genug die Entwicklungen etwas genauer zu beleuchten.

Probleme mit dem HTML-Format.

Wie so oft im Leben mischen sich auch in der Entwicklung dieses Mediums der schönen neuen Kommunikationswelt gute und schlechte Nachrichten. Ende 2000 als das Internet vor Kraft kaum laufen konnte, sah man allenfalls im nicht fehlerfreien Empfang von HTML-programmierten eMailings ein Problem. Diese anfängliche Kinderkrankheit wissen die meisten eMail-Empfänger mittlerweile problemlos zu handhaben. Denn die überwiegende Zahl der Subscriber entscheidet sich je nach PC-Konfiguration kurzerhand entweder für HTML oder die Plain Text Variante. Auch der philosophische Streit zwischen der realistischen HTML-Gemeinde und der fundamentalistischen Plain Text Fraktion hat sich beruhigt. Hier zeigt sich eine Entwicklung ähnlich der, während der Einführung von Kreditkarten. Die praktischen Vorteile überwogen auch dort schon nach kurzer Zeit die datenschutzrechtlichen Bedenken. Heute entscheidet sich beim eMail-Format jeder einzelne ganz nach gusto für die eine oder andere Variante. Was an HTML-Problemen bleibt sind beispielsweise Schwierigkeiten mit älteren Lotus Notes Mailservern. Hier hilft ein Text-eMail mit Text-Link zum servergestützten HTML-eMailing (so wie es auch bei den "Plain text Abonnenten" von eFRIEND praktiziert wird). Tatsächlich gibt es aber auch heute noch einen standhaften Rest überzeugter Plain Text Liebhaber, obwohl der Anteil der in HTML gestalteten eMailings stark zugenommen hat
Spam: Zunehmend lästig.

Der massenweise Versand unerbetener eMails (Spam) meist als plattes Werbeangebot hat in den letzten zwei Jahren zur Belästigung aller deutlich zugenommen. Im Jahr 2001 hoffte man noch, dass Spam wegen Wirkungslosigkeit über kurz oder lang von den Bildschirmen verschwinden würde. Aber in Anbetracht der extrem geringen Versandkosten finden Spammer sogar bei minimalen Response-Raten noch ihr Auskommen. Interessant sind die Methoden, mit denen Spammer die eMail-Adressen ihrer Opfer erlangen. Dictionary robots kombinieren auf bloßen Verdacht gebräuchliche Familiennamen mit den URLs bekannter Provider. In so einem Fall aber bitte bloß nicht protestieren; das bestätigt nur die Existenz der eMail-Adresse und fördert ihren Weiterverkauf. Unser Tipp: besorgen sie sich eine kostenlose Phantasie-eMail-Adresse (z.B. zafl81@provider.de) die Sie immer dann angeben, wenn Sie sich nicht sicher sind (z.B. Preisausschreiben etc.). Falls das Spammen überhand nimmt, werfen Sie diese Adresse einfach weg und besorgen sich eine neue. Ihre richtige, z.B. geschäftliche eMail-Adresse geben Sie nur in vertrauensvolle Hände. - Hinweis an seriöse eNewsletter-Versender: Beschränken Sie den Zugang zur Subscriberdatei auf den nötigsten Personenkreis. (Auf die eMail-Adressen der eFRIEND-Subscriber haben beispielsweise nur zwei Personen Zugriff!).
Welche eMail-Formate hatten Erfolg welche nicht.

Trotz seiner besonderen Fähigkeiten kann das Medium eMail nicht allen Ambitionen gerecht werden. Dachte man anfänglich noch jedes Unternehmen könnte für alles und jedes alle möglichen eMailings verschicken, zeigt sich inzwischen, dass der reinrassige eNewsletter das erfolgreichste eMailing-Format ist. Die Begründung ist so einfach wie nüchtern: Der Computer-Bildschirm dient in erster Linie der Information seines Benutzers. Es zählen Fakten, Fakten, Fakten - die allerdings attraktiv und empfängerorientiert verpackt sein sollten. Beispiele sind interessenselektierte eNewsletter von Tageszeitungen oder Special Interest eNewsletter wie es auch eFRIEND ist. Ein zweites auch recht erfolgreiches eMailing-Format ist das empfängerrelevante Angebots-eMailing. Also das ALDI-eMailing oder die Flugreisen-Angebote von Opodo.de. Als weniger erfolgreich haben sich all die eMailings herausgestellt, die stark werbelastig sind. Sie erfüllen nicht den Permission Marketing Deal.

Aufbau einer Subscriberdatei. Alles wie von selbst?

Ende 2000, Anfang 2001 gab es einen herrlichen Traum unter eMarketern: Der stille eNewsletter-Brüter, auch bekannt unter dem Oberbegriff virales Marketing. Man verstand darunter das massenhafte Weiterempfehlen eines eNewsletters an Tausende weiterer Subscriber. Auch hier erlebt sich die eMailing-Welt im Jahre 2002 etwas ernüchtert. Es muss für den Empfohlenen schon einen deutlichen beruflichen oder privaten Nutzen und eine klare Relevanz geben, bevor der eNewsletter weiterempfohlen wird. Immerhin gibt man die eMail-Adresse eines Freundes weiter. Es zeigt sich eben, dass auch hier ein Preis des Erfolges der Fleiß ist. Neue Subscriber wollen nicht nur überzeugt, sondern auch umworben werden. Die rein technische Subscriber-Verwaltung ist mittlerweile dank entsprechender Software weitgehend problemlos, wenn auch nicht kostenlos, wie in der nächsten eFRIEND zu erläutern sein wird.



 
In der nächsten Ausgabe von eFRIEND:

Teil II über die Veränderungen des eMail-Marketings in Deutschland seit Ende 2000 bis heute.
- Selektive Ansprache der eMailing-Empfänger
- Permission-Deal ist aktueller denn je
- nicht alle Themen oder Unternehmen sind geeignet für eMailings
  (starkes, spezielles Interesse)
- eMail-Marketing ist keineswegs "kostenlos".


ZU IHRER INFORMATION: Eine Themenübersicht dieses eNewsletters finden Sie in unserem eNEWSLETTER-Archiv.


Kürzlich richtete eine eFRIEND-Leserin folgende Frage an uns:

"Ist es sinnvoll unsere Hauszeitschrift, die auch an einen größeren Kundenkreis versandt wird, in Form eines Email-Newsletters zu verschicken?"

Unsere Antwort:

"Das ist natürlich vor allem dann sinnvoll, wenn man deutlich Kosten spart (Porto und Druckkosten), neben anderen Vorteilen wie leichtere Adressänderung und weniger Streuverlust etc. Der Nachteil einer eMail-Hauszeitschrift besteht darin, dass Sie zuerst die Erlaubnis zum eMail-Versand einholen sollten. Dann gäbe es noch die "elektronische Flüchtigkeit" (leicht wegzuklicken) des Medium zu nennen, verglichen mit der, auf Papier gedruckten Hauszeitschrift. Der oft genannte bessere Lesekomfort der Papierversion tritt in Anbetracht des zunehmend schnelleren Scan-Leseverhaltens allerdings immer mehr in den Hintergrund."

Ihr Jesse Meyer-Arndt
von FRIENDS OF BRANDS  



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