Hallo Herr Mustermann,

in der letzten eFRIEND hatten wir uns mit den Anforderungen an die Entscheidung "eMailing-Jobvergabe intern oder extern" beschäftigt. Heute geht es um die Antworten auf die 6 Fragen zu diesem Thema.

eMail-Marketing intern oder extern realisieren?

Der Übersicht halber werden hier einige Antworten aufgeteilt in Gründe für INTERNE Realisation und solche für EXTERNE Auftragsvergabe.

1. Soll das eMailing-GRUNDKONZEPT intern oder extern entwickelt werden?
2. Sollen Texte und Abbildungen der FORTLAUFENDEN eMailing-Ausgaben intern oder extern realisiert werden?
3. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege intern mit noch zu KAUFENDER Software durchgeführt werden?
4. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege im ASP-MODELL durch interne Mannschaft realisiert werden?
5. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege komplett durch Externe erledigt werden?
6. Falls externe Vergabe: Welche Dienstleister haben welche Stärken?

1. Soll das eMailing-GRUNDKONZEPT intern oder extern entwickelt werden?

Gründe für interne Lösung:
Einziger Grund könnte sein, daß es sich um einen einfachen, rein informativen plain text eNewsletter handelt, der im Grunde nicht neu erfunden werden muß.

Gründe für externe Lösung:
Die Konzeptionsphase eines attraktiven, für den Subscriber nützlichen eMailings ist vergleichbar mit der Gründung einer Zeitschrift. Vor allem im eMailing-Konzept entscheidet sich der Erfolg (oder Mißerfolg!) für die späteren Ausgaben. Kompetente Unterstützung für die Idee, die Gestaltung, den Inhalt und die technischen Umsetzung wird man als ganzheitliche Konzeption in der Regel nur extern finden. Wer an dieser Phase spart, verschenkt wegen der langfristigen Auswirkungen das meiste Geld.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Abstimmung zwischen konzeptionellen Ideen und deren technologischen Umsetzung. Also idealerweise nur EIN externes Unternehmen mit allem beauftragen.
2. Sollen Texte und Abbildungen der FORTLAUFENDEN eMailing-Ausgaben intern oder extern realisiert werden?

Gründe für interne Lösung:
Nach der anspruchsvollen Konzeptions- und Implementierungsphase können die fortlaufenden eMailing-Ausgaben unter bestimmten Voraussetzungen intern mit Inhalt gefüllt werden. Allerdings nur dann, wenn das Unternehmen mit kompetenten und motivierten Mitarbeitern den Inhalt (Texte und Bilder) sowohl attraktiv erstellen als auch empfängerorientiert darstellen und programmieren kann. Beispiele: Der Inhalt liegt bei Ihnen, Herr Mustermann schon vor (Tageszeitung). Oder nur Ihr Unternehmen ist in der Lage, den Inhalt zu erstellen (wie beispielsweise bei einem molekularbiologischen Forschungsinstitut). In allen anderen Fällen ist man bei Externen besser aufgehoben.

Gründe für externe Lösung:
Außer der fehlenden internen Mannschaft hat man vor allem dann einen Grund Externe zu beauftragen, wenn die eMailings sich in ihren Ideen voneinander unterscheiden. Damit sind nicht nur Ideen für z.B. Rubriken gemeint, sondern auch Interaktionen zur Unternehmens Website.
Grundsätzlich sollte man sich also nicht nur fragen "wer kann es besser" und "wer kann es kostengünstiger", sondern "wer kann das eMailing-Konzept und die fortlaufenden Ausgaben wirklich attraktiv für den Subscriber realisieren" - und zwar über Monate und Jahre! Sobald also etwas Neues geschaffen und gestaltet werden muß: Externe Spezialisten beauftragen.
3. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege intern mit noch zu KAUFENDER Software durchgeführt werden?

Die Wahl zwischen Kauf von Versandsoftware und dem ASP-Modell ist ein Rechenexempel. Der Softwarekauf ist übrigens technisch nur dann sinnvoll, wenn jemand internes kompetent mit dem eMail-Versand, der Subscriberpflege und einer möglicherweise komplexen, noch zu erstellenden Datenbank umgehen kann. Bei unkomplizierten eMailings, die sich an eine kleinere Subscriberliste richtet und keine Datenbankprofile enthält, macht eine preiswerte Versandsoftware für unter EUR 1000,- schon deshalb Sinn, weil man den ganzen Abwicklungs- und Abstimmungsprozess schlank und kostengünstig hält.
Allerdings: Sobald es umfangreich, komplex und kompliziert wird, ist es beim normal umfangreichen eMailing preiswerter und sicherer Externe zu beauftragen.
4. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege im ASP-MODELL durch interne Mannschaft realisiert werden?

Die Preise für den Kauf von leistungsfähigen eMail-Versandprogrammen sind Anfang 2002 noch recht hoch, obwohl mit sinkenden Preisen zu rechnen ist. Das ASP-Modell bietet als wesentlichen Vorteil die umgehende Nutzung einer fertig eingerichteten Versandsoftware und Plattform. Wie die Praxis zeigt, hat man wohl eine größere Sicherheit vor imageschädigenden Versandpannen. Allerdings sind für das ASP-Modell in Eigenregie auch entsprechend kompetente Mitarbeiter erforderlich.
5. Sollen der eMailing-Versand und die Subscriberpflege komplett durch Externe erledigt werden?

Unternehmen, denen auch das ASP-Modell zu aufwändig ist, bedienen sich eines externen Full Service Unternehmens. Was zu tun bleibt ist die durchaus interessante Lektüre von Klickraten-Messungen und anderer Nutzerauswertungen. Die komplette Auslagerung ist in den meisten Fällen kostengünstiger als die Eigenregie mit eigener Mannschaft.
6. Falls externe Vergabe: Welche Dienstleister haben welche Stärken?

Unter den Externen sind im wesentlichen zu unterscheiden:
   a) Technische eMailing-Versender/ASP-Modell
   b) eMail-Marketing Consultants
   c) Klassische Internet-Agenturen
   d) Permission Marketing Agenturen

Die technischen eMailing-Versender (a) bedienen sich eigener, oft recht unterschiedlich qualifizierter Versandsoftware. Diese kann man in der Regel im ASP-Modell nutzen und falls man unbedingt möchte auch kaufen. Der Service der besseren Anbieter läßt aus technologischer Sicht meistens keine Wünsche offen. Die Preise können sehr unterschiedlich sein. Konzeptionelle Ideen, Content und Service sind allerdings nicht die Stärke der technischen Versender.

Die eMail-Marketing Consultants (b) sind in der Regel selbstständige Berater, die einem bei der gedanklichen Ausrichtung eines eMailings helfen können. Außerdem haben manche eine profunde Kenntnis in eMail-Versand-Technologie. Ihre kommunikativ-werbliche Hilfe ist nicht immer sichergestellt.

Klassische Internet-Agenturen (c), die hauptamtlich Unternehmens Websites realisieren und sich von Haus aus nicht mit Dialog-Marketing befassen, werden gerne auf das Thema Permission Marketing angesprochen. Und zwar erstens, weil man sich kennt und man zweitens versucht ist zu glauben, Internet sei Internet. Nebenbei: nur die wenigsten Web-Agenturen haben die Souveränität, Aufträge abzulehnen, die sie nicht kompetent umsetzen können.

Permission Marketing Agenturen (d) - zu denen auch das zweite Team von Friends of Brands gehört - haben ihre Stärke in der empfängerorientierten Konzeption und Realisation von marken- und unternehmensgerechten eMailings. Dazu gehört auch das Knowhow um die spezielle HTML-Programmierung. Da sie in der Regel nicht über eigene Versandsoftware verfügen, bedienen sie sich dafür eines Service Providers. Daraus ergibt sich die Freiheit, je nach eMailing-Fall den jeweils optimalen Versand-Provider zu wählen.

MERKE: Das Kriterium für den Subscriber ist Nutzen und Attraktivität im eigentlichen Sinne. Nur dann erreicht man hohe Subscriberraten und damit auch Effizienz. Geld auszugeben für attraktive Konzeption in der Startphase mit dem Ergebnis höherer Subscriberraten ist auf lange Sicht preiswerter. Der teuerste eNewsletter ist der, der keine Leser hat!

 
   
In der nächsten Ausgabe von eFRIEND:

Ein Kosten / Nutzen-Vergleich zwischen permission based eMail-Marketing und dem klassischen Papier Direct Marketing.


Nehmen wir mal an Herr Mustermann, Sie würden mich folgendes fragen:

"Muß ein Unternehmen heutzutage einen eMail-Newsletter haben?"

Meine Antwort:

"Nein Herr Mustermann, muß es nicht! ... von einigen Extremfällen wie z.B. dem online-Buchhändler Amazon einmal abgesehen. Die Praxis zeigt, jedes Unternehmen ist anders, jede Kommunikationsstrategie ist anders. Deshalb gibt es auch nicht DAS eMailing. Fragen Sie sich ganz einfach: Haben wir als Unternehmen beispielsweise jeden Monat etwas zu berichten oder anzubieten, das so attraktiv oder informativ ist, daß viele unserer Kunden oder Geschäftspartner das gerne auf ihrem Bildschirm empfangen würden (So wie bei Ihnen, Herr Mustermann, Informationen über das Thema Permission Marketing)?

Ihr Jesse Meyer-Arndt
von FRIENDS OF BRANDS  
ZU IHRER INFORMATION: Eine Themenübersicht dieses eNewsletters finden Sie in unserem eNEWSLETTER-Archiv.

Das sollten Sie wissen:


Friends of Brands bietet customized eMail-Marketing im Full Service. Dieses Angebot geht über das Versenden von Massen-eMails und die online-Verwaltung der Datenbank gestützten opt-in-Listen hinaus. Wir konzipieren cluster-optimierte eMailings zu einem effizienten und wirksamen Tool im Marketing-Mix. Dabei realisieren wir eMailings so, daß sie sich auch im zunehmenden eNewsletter-Wettbewerb durch ihre maßgeschneiderte Attraktivität bei der Zielgruppe im Sinne des Permission Marketing durchsetzen.



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